Gartenrundgang Juli 2025
Es wird Zeit für den ersten Gartenrundgang im neuen Garten. Genaugenommen haben wir hier zwei Gärten: einen kleineren im Innenhof unseres Vierseithofes und einen großen, wilden Garten hinterm Haus, den wir zur Zeit dabei sind zu bändigen. Ein Hoch auf den Rasenmähertraktor!
Ich werde dich zuerst eine Runde durch den Innenhof führen, bevor wir uns danach in den großen Garten begeben.

Auch hier in der neuen Heimat gibt es Rosen. Es gibt eine Menge davon.
Ich habe sie noch nicht gezählt, aber es sind mehr als doppelt so viele Rosenstöcke als wir im alten Haus hatten…dabei habe ich in meinem Leben noch keinen einzigen gepflanzt. Und das wird wohl auch kaum nötig sein. Ich arbeite viel eher daran eine sinnvolle Routine zu entwickeln, um diese unfassbar vielen Rosen regelmäßig geschnitten zu bekommen.

Hier siehst du das neuste Bauprojekt von unserem Fünfjährigen und meinem Mann. Unser Sohn ist letztens im Baumarkt ganz gebannt vor den Insektenhotels stehen geblieben. Was schlussendlich dazu führte, dass mein Mann ihm anbot, gemeinsam eines zu bauen. Das Projekt wurde am selben Tag noch umgesetzt und in unserer Magnolie aufgehängt.

Ich habe hier ziemlich schnell bemerkt, dass die Natur im neuen Heim auf einem anderen Level agiert, als sie das im letzten Garten getan hat. Ich hatte bisher fast keine Probleme mit Schneckenbefall. Hier ist das ganz anders. Petersilie und Basilikum am Boden zu pflanzen, habe ich mir nach drei Versuchen erst mal wieder aufgehört. Den nächsten Anlauf werde ich wohl nur mit Schneckenkrägen wagen.
Jetzt aber genug vom Innenhof. Komm, lass uns in den großen Garten schauen!

Wir mussten unser Waldgrundstück zwar zurücklassen, als wir übersiedelt sind, aber auch hier gibt es Äpfel. Wie viele es am Ende wirklich sein werden, wird sich im Herbst zeigen. Aber in mir stiege schon ein wenig Stress auf, wenn ich denken würde, dass ich all das Obst verarbeiten müsste. Dieses Jahr werden wir wohl eher auf einfache Arten des Lagerns setzen und uns Jahr für Jahr langsam herantasten.

Eine Frucht, die dieses Jahr schon reif war, ist die Kirsche. Nach einigen Wochen hier am Land, haben wir unseren Söhnen erklärt, woran man Kirschbäume in dieser Jahreszeit schon von der Weite erkennen kann: an der Leiter!
Nach den Kirschen wurden die Himbeeren reif. Eigentlich dachte ich, dass ich welche davon ernten und einfrieren könnte. Aber unser Himbeerhunger ist noch nicht gebannt. Dieses Jahr wurden die reifen Exemplare direkt vom Strauch genascht.

In manchen Ecken des großen Gartens kann man noch erkennen, dass es sich einst um einen Zier- und Schaugarten handelte. Drei Biotope gehören zu den Überbleibseln aus dieser früheren Zeit.
Das größte von ihnen ist umringt von vielen Lilien, die jetzt im Juli geblüht haben.

Auch solche verwilderten Ecken findet man in unserem Garten. Ein umgefallener Baum hier, ein paar Brennnessel dort. Und an manchen Stellen gibt es richtiges Waldklima, weil der Bewuchs so hoch und dicht ist. Dies ist eine solche Stelle. Am Bild sieht man eine umgefallene Weide, die ihren Lebenswillen nicht aufgegeben hat und nach wie vor jedes Jahr ergrünt.

Am Weg zurück zum Haus, kommen wir an einem ausladenden Quittenbaum vorbei. Ich weiß zwar noch nicht, was ich mit den vielen Früchten anstellen werde, aber ich liebe diese kleinen, pelzigen Dinger einfach.

Direkt neben dem Quittenbaum, präsentiert uns der Birnbaum seine Früchte.

Und zurück beim Bauernhaus angekommen, können wir noch einen Blick auf den riesigen Weinstock erhaschen, der sich an der Hauswand hochrankt.
Es ist ein weites Land, in das wir hier gekommen sind. An einiges muss man sich erst gewöhnen. Einiges muss noch erobert werden. Und doch sind wir vom ersten Sommer an mit den Früchten unseres Gartens beschenkt. Und dafür sind wir sehr dankbar!


