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Update

Flaute. Das kennt wohl jeder Schreiberling irgendwann. Ich möchte diesen Blog mit inspirierenden Texten füllen. Möchte manchmal aus meinem Leben und meinen Gedanken erzählen. Manchmal zusammenfassen, was ich lernen durfte. Was mir wichtig ist. Und jetzt sitze ich hier, hätte Zeit, aber keinen Plan. Komplette Unlust allen zuvor geplanten Themen gegenüber. Keine gute neue Idee.

Mit dem Umzug wird sich wohl auch der Blog verändern. Andere Schwerpunkte werden gesetzt. Wir haben ein Haus zu renovieren. Ein altes Haus. Wir haben einen großen Garten zu pflegen, zu bepflanzen. Unser Jüngster wird bald drei. Heute feiern wir unseren zehnten Hochzeitstag. Mitten in alldem ist viel Ruhe. Viel Nichts. Begrenzte Kraftressourcen machen unsere Pläne langsamer als mein Kopf Ideen heraushaut. Wahrscheinlich ist das gut so, denn so manche Idee wird auch wieder verworfen. Da sind wir froh, wenn sie bis dahin noch nicht umgesetzt wurde.

Orientierung. Die Suche danach ist allgegenwärtig. Ein großes Projekt schreit uns von allen Seiten an. Spinnweben wollen entfernt, Räume entrümpelt werden. Und doch gibt es diese Momente der Klarheit. Wenn plötzlich die eine oder andere Entscheidung getroffen werden kann und ein wenig zu der ersehnten Orientierung beiträgt.

Nichts erzwingen und wenn es möglich ist, die notwenigen Schritte setzen. Es ist eine Spannung in der wir leben. Vollkommene Freiheit genießen wir momentan. Und doch füllen sich die Tage mit Arbeit. Manchmal fühlen sie sich beklemmend an.

Und dann wieder wunderschön. Wenn der Putz von der Wand geschlagen wurde. Wenn ein Hochbett aufgebaut, ein weiteres mit einem Lattenrost ausgestattet wurde. Wenn uns klar wird, wo der Kasten künftig stehen soll und was drinnen stehen wird.

Wenn die Vögel unaufhörlich singen.

Wenn Fasan und Rehbock rufen.

Wenn der Wind durch die Blätter huscht.

Wenn wir miteinander Bilderrahmen sortieren.

Wenn wir miteinander malen.

Wenn wir „im Holz“ sind.

Wenn der Herr uns versorgt und seine Weisung uns durch den Tag leitet, dann ist alles gut.

Wenn Lobpreis das Haus erfüllt.

Wenn wir Besuch aus der alten Heimat bekommen.

Wenn uns nährende Begegnungen in der neuen Heimat geschenkt werden.

Ich möchte mich freuen, die Schönheit spüren.

Es wird schon wieder regelmäßiger etwas zu lesen geben, da bin ich mir sicher. Aber es kommt alles zu seiner Zeit. Wann hier auf dem Blog wieder Normalität einkehrt, weiß ich nicht. Und die Regelmäßigkeit des ersten Jahres ist wohl vorbei. Zu dynamisch ist das Leben, das solche Strukturen oft nur für eine gewisse Zeit mitträgt.

Die Zeit von drei bis vier Beiträgen in der Woche scheint nicht mehr so schnell wieder zu kommen. Und doch soll dieser Blog einen Mehrwert bieten. Mir selbst und vor allem jenen, die ihn lesen. Ich weiß noch nicht im Detail, was daraus werden wird. Aber ich bleibe dran.

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